Ich glaube fest an eine Welt zwischen den Zeilen.
Ich glaube daran, dass wir in Büchern viel mehr finden, als Geschichten.
Wir finden uns. Wir erkennen uns selbst zwischen den Zeilen. Beginnen zu hinterfragen, wer wir sind im Bezug zu dem, was wir lesen. Bücher bedeuten Wachstum. Sie öffnen uns für andere Welten, andere Lebensrealitäten und neue Perspektiven.
Wenn wir die Magie zwischen den Zeilen erkennen, wird Lesen so viel mehr als wunderschöner Zeitvertreib.
Meine Kinder zeigen mir immer und immer wieder, welche Portale Bücher öffnen.
Worte bewegen uns. Die Geschichte der Frau, die ihre Eltern nicht enttäuschen will, lässt mich erkennen, wie ich meine Beziehung zu meinen Eltern lebe, die große Liebe, die wahrhaftig frei macht, lässt mich sehen, welchen Stellenwert Freiheit in meinem Leben hat.
Die Redflags, die das junge Mädchen übersieht sensibilisieren meine Töchter für ihre eigenen Standards im Bezug auf Beziehungen.
Und wenn wir dann darüber sprechen, eröffnen sich ganze Horizonte.
Im Dialog über Bücher, begegnen wir einander auf einer neuen Ebene. Es eröffnen sich Horizonte, die uns das Leben in den Büchern zeigen. Wir lernen Menschen kennen, die uns im echten Leben niemals begegnen würden.
Zwischen den Zeilen soll dieser Ort der neuen Horizonte sein.
Hier möchte ich uns einen gemeinsamen Ort eröffnen. Den Ort zwischen den Zeilen. Der Ort, an dem du und ich so viel unterschiedliche Erfahrungen machen und doch vereint sind, in der Bereitschaft uns dorthin zu begeben. Ein Ort, an dem du eingeladen bist, uns mit in deine Welt zu nehmen, und an dem ich dich einlade, meine zu besuchen.
Wenn wir verstehen, dass wir alle die Welt unterschiedlich sehen. Das zwischen den Zeilen für jeden von uns etwas anderes zu lesen ist, dann erkennen wir, dass richtig oder falsch so oft im Auge des Betrachters liegt. Dann lernen wir, uns in unseren Unterschiedlichkeiten liebevoll zu begegnen.
Dann können Bücher uns verbinden.
Das wünsche ich mir. Für dich. Für mich. Für uns.
Laura